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Gleich soll es losgehen. Vorher wird noch kurz eben alles besprochen. Von links: Erwin Ellen, Gerrit Meilink und Hermann Breukelman

joh/jeu

Das Bild zeigt von links: Jürgen Breukelmann, Hermann Breukelmann, Gerrit-Jan Klomparens, Gerrit Meilink, Arnold Hilbrink, Jürgen Ellen, Siegbert Kieft und Jan-Hindrik Teunis.

 

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Der Ursprung des Middewinterhornblasens liegt über 3000 Jahre zurück. Die Entstehungsstätte ist das Mittwinterfest der Germanen. Grundlage war deren Zeitberechnung. Unter anderem gab es bei deren Berechnung eine Zwischenzeit vom 21. Dezember bis zum 1. Januar. Diese Zwischenzeit nannte man auch die tote oder stille Zeit. An diesen Tagen durfte nicht gearbeitet werden. Die Menschen sollten sich besinnen und im Kreise ihrer Familien die Wiederkehr des Lichts feiern. Dieses Fest war bei den Germanen das Mittwinterfest oder auch das Julfest. Zum Mittwinterfest gehörte auch das Blasen mit Hörnern.  Der damit verbundene germanische, heidnische Brauch hatte folgende Bedeutung:

Die Ankündigung des neuen Jahres, des neuen Lichtes und des neuen Lebens;  --  das Vertreiben der bösen Geister; --   die Bitte um eine gute Ernte im Stall und auf dem Felde;  --   die Bitte um Bewahrung vor Feuer und Not;  --    die Benachrichtigung von Hof zu Hof, bei Gefahr oder wenn Hilfe gebraucht wurde.

Die heutige Bedeutung: Das Middewinterhornblasen soll an die Mittwinterzeit der Germanen erinnern. Durch die Christianisierung wurde der germanische Brauch unserer heutigen Religion, dem Christentum, angepasst. Der heidnische Sinn "das Vertreiben der bösen Geister" ist ersetzt worden durch die Andkündigung der Geburt Jesus von Nazareth und die von den Engeln verkündete Gottesbotschaft: "Friede auf Erden"

Auch der Zeitraum des Middewinterhornblasens hat sich geändert. Er beginnt in jedem Jahr am 1. Advent und endet im Folgejahr am 6. Januar.                                                                                                     Die Middewinterhörner werden aus einem Weichholzstamm - Birke, Esche, Erle oder Weide - hergestellt. Kleine Baumstämme in natürlich gekrümmten Formen und einer Mindestlänge von 1,50 Meter sind dazu erforderlich. Ein wichtiges Teil des Middewinterhorns ist das Mundstück. Es besteht aus einem etwa 2 bis 4 cm dicken Holunderholz. Der innere weiche Kern wird entfernt.                               Das Middewinterhorn ist weit zu hören. Im Winter, bei frostigem Wetter, ist der Ruf bis 10 Km weit zu hören. Die alte Tradition des Middewinterhornblasens wird besonders im Grenzgebiet zwischen Deutschland und den Niederlanden in den Räumen Grafschaft Bentheim und Twente gepflegt.                 Ich freue mich, dass wir in unserem Heimatverein eine solche Gruppe haben, die durch ihre Aktivitäten diesen Brauch aufrecht erhält. Zu Beginn dieser Zeit treffen sich die Middewinterhornbläser aus Denekamp, Ootmarsum, Gildehaus, Neuenhaus und Wilsum auch in unserem Dorf -wie auch in allen anderen Orten - zu einem Sternmnarsch und spielen dann an verschiedenen Stellen innerhalb Hoogstedes. Die Teilnehmer, die zu Beginn der Abendstunden spielen, freuen sich, wenn die Bürgerinnn und Bürger kurz Kontakt aufnehmen und einen kleinen Schluck gegen die Kälte anbieten. Danach sind sie Gäste unseres Heimatsvereins und treffen sich dann auf dem Hof Weuste in Hoogstede an der Vechte. Es ist schön zu hören, dass die sie gerne nach Hoogstede kommen. Unterstützen wir alle diesen Brauch, in dem wir den Middewinterhornbläsern Aufmerksamkeit schenken.

joh/jeu