Heimatverein Hoogstede-Arkel will alte Feldbahn restaurieren

Mitglieder des Heimatvereins Hoogstede-Arkel haben vor kurzem drei Weidetore aus Eichenholz gebaut und aufgestellt. Die Bautruppe des Heimatvereins hatte die in früheren Zeiten typischen Gewerke in etwa 80-stündiger Arbeit selbst erstellt.

WeidentorDer arbeitsintensive erste "andere Adventssamstag" des Heimatvereins war gerade beendet, als auf die sechsköpfige Bautruppe, wie Vorsitzender Johann Jeurink das aus Hindrik-Jan Boll, Georg Büdden, Egbert Jonker, Jan-Hindrik Jonker, Gerrit-Jan Klomparends und Jan Hindrik Teunis bestehende Team gerne nennt, die nächste Aufgabe wartete: der Bau dreier Weidetore aus Eichenholz.

Bereits vor geraumer Zeit hatten die Grafschafter Landfrauen und das Landwirtschaftsamt in Zusammenarbeit mit der Kreissparkasse zum Bau solcher Weidetore, die in früheren Zeiten genauso typisch für die Gegend waren wie Wallhecken, aufgerufen. Durch das Aufstellen solcher Weidetore wird ein Stück von früher wiederhergestellt, und zwar nicht nur für Touristen, sondern auch für die Einheimischen. Zu bewundern sind die drei Gewerke in Tinholt bei der Schutzhütte an der K16, in Kalle an der Vechtetalstraße sowie bei der Schutzhütte in Berge.

In einem weiteren Projekt beschäftigen sich die Vereinsmitglieder mit der Restaurierung einer Feldbahn. Nach der Fertigstellung soll diese dann als Erinnerung an die frühere Feldbahn, mit der überwiegend Sand von Hoogstede nach Bathorn transportiert wurde, an der Molkereistraße aufgebaut werden. Hier verlief früher die Bahntrasse. Damit könne die Jugend sehen, wie früher Sandtransporte ausgesehen hätten, meint der erste Vorsitzende.

Der Vorstand beschäftige zurzeit mit der Organisation der "Fiets-Drie-Daagse", an denen sich der Heimatverein beteiligt, berichtet Jeurink. Die grenzüberschreitende Veranstaltung findet vom 17. bis 19. Mai in der Samtgemeinde Emlichheim und in Coevorden statt. Am Sonnabend, 19. Mai, führt die Route von Emlichheim über die Emlichheimer und Kleinringer Wösten nach Neugnadenfeld zur Stempelstation an der Kirche. Die Strecke führt auch zur Stempelstation beim Bauern Weuste an der Vechte in Hoogstede.

Dort würden insbesondere die Frauen des Heimatvereins für die Bewirtung der Gäste gefordert sein, sagt Jeurink. Neben den Teilnehmern an den "Fiets-Drie-Daagse" erwartet der Heimatverein auch weitere Vereinsmitglieder und Besucher aus dem Dorf, die einige gesellige Stunden auf dem Hof Weuste verbringen möchten. Man sei in jedem Fall bemüht, einen ansprechenden Rahmen zu präsentieren, verspricht der erste Vorsitzende.

Auch bei der Heimatforschung sei der Verein ein gutes Stück voran gekommen, berichtet der Koordinator der Arbeitsgruppe, Pastor Gerrit Jan Beuker. Aus fast allen Gruppen der einzelnen Ortsteile würden Erfolge gemeldet. "Wir sind auf einem guten Weg und können hierauf weiter aufbauen", soBeuker. Die ersten Ergebnisse sind auf seiner Homepage unter www.altreformiert.de/beuker zu finden.

Hinter vorgehaltener Hand diskutiere man im Ort bereits über eine 800-Jahr-Feier im Jahr 2009, berichtet Jeurink. "Bis dahin ist es zwar noch eine lange Zeit, andererseits bedürfen solche Events jedoch einer ausreichenden Vorbereitungszeit", so Jeurink.